e5-Gemeinden am Energiegemeindetag 2025 ausgezeichnet
Am 9. Oktober erhielten sieben Salzburger Gemeinden in der Bachschmiede in Wals-Siezenheim eine e5-Auszeichnung. Gemeinden bekommen weitere „e“ verliehen, wenn sie Maßnahmen für Energieeinsparung und erneuerbare Energie konsequent umsetzen. Die höchste Stufe mit fünf „e“ erreichten St. Johann im Pongau und erstmals auch Thalgau. Berndorf, Bruck an der Großglocknerstraße, Thomatal und Taxenbach wurden mit vier „e“ ausgezeichnet. Bürmoos bekam für das Erstaudit zwei „e“ überreicht.
St. Johann im Pongau
Die Stadtgemeinde Johann im Pongau startete eine Photovoltaik-Offensive auf kommunalen Gebäuden und erzeugt Eigenstrom in Trinkwasserkraftwerken. Das neue MIKADO-Gebäude wurde in klimaaktiv Gold-Standard errichtert, ein Meilenstein für nachhaltiges Bauen. Flächendeckend gilt Tempo 30, der Citybus sowie E-Carsharing ergänzen das Angebot für umweltfreundliche Mobilität.
Thalgau
Der konsequente Weg zu mehr Energieeffizienz brachte im e5-Audit nun erstmals den Status einer 5e-Gemeinde. In der Hundsmarktmühle ist die Heizung auf Pellets umgestellt. Die neue Feuerwehr Unterdorf wurde in nachhaltiger Holzbauweise errichtet. Die Straßenbeleuchtung hat fast vollständig LED-Standard. Die 30er-Zone im gesamten Ortsgebiet sowie die Begegnungszone im Zentrum schaffen ein attraktives Wohnumfeld.
Berndorf bei Salzburg
In der Gemeinde Berndorf trifft sich ein sehr aktives e5-Team mehrmals jährlich, um die Öffentlichkeitsarbeit zu organisieren. Im Kindergarten- und Volksschulgebäude wurde eine alte Gasheizung durch eine Pelletsheizung ersetzt. Am Recyclinghof liefert die 100 kWp Photovoltaik-Anlage Strom, der über die regionale Energiegemeinschaft auch in anderen kommunalen Gebäuden Nutzen bringt. Verkehrsberuhigung und ein attraktives Ortsbild im Zentrum sind der Gemeinde wichtig.
Bruck an der Großglocknerstraße
Die Gemeinde erzeugt mit der aktuellen Photovoltaik-Initiative auf kommunalen Dächern jährlich jene Strommenge, die in den Gemeindeobjekten verbraucht wird. Der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung wurde durch Umstieg auf LED halbiert. Ein e-Fahrzeug steht der Bevölkerung per Carsharing zur Verfügung. Auch ein Pritschenwagen im Bauhof-Fuhrpark fährt elektrisch. Über zwei Energiegemeinschaften wird fleißig Strom geteilt.
Thomatal
Die Gemeinde ist vorbildlich bei der Wärmeversorgung der kommunalen Gebäude, die fast ausschließlich über das örtliche Nahwärmenetz erfolgt. Auf kommunalen Dächern sind Photovoltaik-Anlagen installiert. Wenn die eigene Stromerzeugung nicht ausreicht, bezieht die Gemeinde über eine Energiegemeinschaft Strom aus Lungauer Kleinwasserkraft. An einer Pellets-Einkaufsgemeinschaft nehmen 40 Bürgerinnen und Bürger teil.
Taxenbach
Mit der Sanierung des Seniorenwohnhauses sowie der Volksschule im Ortsteil Högmoos konnte die Gemeinde Taxenbach in den vergangenen Jahren zwei große Bauprojekte umsetzen, die Energie einsparen. In den kommunalen Gebäuden wurden fossile Heizsysteme auf umweltfreundliche Alternativen umgestellt und die gemeindeeigenen Photovoltaikanlagen konsequent ausgebaut.
Bürmoos
In der Gemeinde Bürmoos wurde mit dem Umbau des Schulzentrums auf Photovoltaik-Anlage, Holzhybrid-Bauweise, Wärmepumpe und durchdachtes Mobilitätskonzept gesetzt. Im Anschluss zum Schulgebäude gibt es eine Begegnungszone. Um den öffentlichen Verkehr zu stärken, wurde zudem der Lokalbahnhof modernisiert und eine Park&Ride-Anlage für Pendler und Radfahrer ausgebaut.















